Calbis-Der Kanal 

    Auf dem Boot durch die Kanaele. Im Hinter-

Die Kanaele, die den Köycegiz See mit dem Mittelmeer verbinden werden Calbis, Dalyan Fluss oder einfach Kanaele genannt. Gleichzeitig verbinden sie auch noch die Seen von Sülüngür , Ala und Sülüklü. Die Kanaele sehen von oben wie ein Labyrinth aus und sie allein zu durchqueren gleicht einer Irrfahrt. Deshalb sollte man sich, wenn man nicht verloren gehen will, nur mit einem erfahrenen Führer hineinwagen.

Manche Stellen gleichen schmalen Wegen, manche eher grossen Seen.
Kleiner Teil des Calbis Die "Strassen" heissen hier Yeni Dünya, Alagöl und Aragöl Kulagı. Vom Köycegiz See bis zum Meer sind es 5 Kilometer und die Wassertiefe betraegt zwischen 2,5 und 3 Meter. In den Kanaelen leben neben zahlreichen Fisch- und Vogel- arten auch Süsswasserschildkröten und uralte Krebse, die sich alle in dem hohen Schilf verstecken. Neben Dalyan gibt es noch ein Dorf namens Çandyr, das ebenfalls an den Kanaelen entstanden ist. Es liegt am Ufer des Alagöl Sees.

Die natürlichen Wasserwege verbinden die Seen mit dem Meer. Die Stadt Dalyan liegt in der Naehe des Köycegiz Sees und der antiken Stadt Kaunos.

Die Ufer der Kanaele sind mit 1 bis 3 Meter hohem Schilf bewachsen, was eine Tour durch sie zu einem geheimnisvollen und abenteuerlichen Erlebnis macht. Das Schilf übernimmt in den Kanaelen wichtige Funktionen: Es saeubert das Wasser, bietet den Tieren Schutz und Brutplaetze und verhindert das ausschwemmen von Naehr- stoffen und Sedimenten. Ausserdem ist es eine natürliche Klaeranlage für Wasser und Luft. Um das ökologische Gleichgewicht in den Kanaelen nicht zu gefaehrden, sind Schnellboote und Boote, die laenger als 12 Meter sind, verboten. Die Maximalge- schwindigkeit mit der man Calbis durch- queren darf, liegt bei 8 kmh. Der Mündung des Hauptkanals ist im Meer eine kleine Insel vorgelagert, die Delik ada heisst. Das bedeutet "Die mit dem Loch" und wurde ihr wegen ihrer Form gegeben. Sie haelt starke Winde, die oft vom Meer her wehen, ab, und ist deswegen mitverantwortlich für die geographische Entstehung des Deltas.